Musik: Zorngott // Text: Dan H. Racek
Wir sind verdammt zum Glücklichsein,
verflucht zum Vollkontakt.
Wir verrecken nie allein,
zum Gruppenspass verknackt.
Wir trinken, lachen, reden, schlafen,
husten im Quartet.
Geben nie den Löffel ab,
wir schmeissen gleich ein Löffel-Set.
Glücklich sind wir nur im Team,
wehe dir, du bist allein.
Suche dir sofort ´nen Partner,
bloß kein Einzelgänger sein.
Laber, laber. Schwafel, schwafel.
Liebe mich und find´ mich toll.
Sei mein Fan und küss´ mein Ego,
tanz´ den Freud´schen Rock´n Roll.
Kriech´ mir tief in meinen Anus,
finde meinen hellen Glanz.
Zeig mir deine Halsschlagader,
verschweiß´ mich zum Totentanz.
Hab nur tote Freunde.
Nette, tote Freunde.
Leb´ für tote Freunde.
Hallo, tote Freunde.
Ach, was sind wir gut gelaunt,
tralli, tralla und schubbidu.
Komm´, und setz dich zu uns, Mann,
die Elke hier, die denkt wie du.
Mund auf, Mund zu und Zähne zeigen,
Sorgenfalten weg, du Sau.
Zeig´ uns Schokoladenseiten,
rede klug, das mag die Frau.
Glücklich sind wir nur im Team,
wehe dir, du bist allein.
Suche dir sofort ´nen Partner,
bloß kein Einzelgänger sein.
Hab nur tote Freunde.
Nette, tote Freunde.
Leb´ für tote Freunde.
Hallo, tote Freunde.
Wir sind verdammt zum Glücklichsein,
verflucht zum Vollkontakt.
Wir verrecken nie allein,
zum Gruppenspass verknackt.
Kriech´ mir tief in meinen Anus,
finde meinen hellen Glanz.
Zeig mir deine Halsschlagader,
verschweiß´ mich zum Totentanz.
Hab nur tote Freunde.
Nette, tote Freunde.
Leb´ für tote Freunde.
Hallo, tote Freunde.
——
Wenn es einen Text gibt, auf den ich wirklich stolz bin, dann ist es “Tote Freunde”. Klar, einige Passagen wirken heute etwas altbacken, aber hey: Ich habe diesen Text vor rund 20 Jahren geschrieben und natürlich haben solche Songs auch ein gewisses Verfallsdatum. Das hat sogar “Satisfaction” von den Stones, lest euch den Text einfach mal durch.
Geschrieben habe ich Tote Freunde in ca. 10 Minuten spät Abends in meiner damaligen Agentur, bei Grey Direct in Frankfurt am Main. Ich schrieb, wenn ich mich richtig erinnere, an einem Werbemitteln für Citibank VISA und wollte eigentlich nach Hause. Daran war aber erst einmal nicht zu denken, ich war einfach noch nicht fertig. Um mich auf neue Gedanken zu bringen, öffnete ich ein neues Dokument und schrieb “Tote Freunde”. Irgendwann nachts um 02:00 Uhr auf einem AS/400-System.
Genau so eigenwillig wie der Entstehungsprozess des Textes war jeder der Musik. Wir waren damals noch zu Dritt (Dirk an den Drums, Steffen an der Gitarre und ich an Gesang und Keyboard) und hiessen noch “Männer Ohne Nerven”. Steffen war an diesem Abend mies drauf, er hatte gesundheitliche Probleme, was wir anderen damals aber noch nicht wussten. Er hatte schlichtweg keinen Nerv darauf, Gitarre zu spielen.
Also fing ich auf dem Keyboard an (das war eher das, was wir “Tischhupe” nannten – ein billiges Casio und nicht so ein tolles Ensoniq wie später bei Zorngott), eine Melodie zu spielen und sang dazu den Text von “Tote Freunde”. Dirk fing irgendwann an, dazu zu trommeln – Steffens Gitarre kam erst Wochen später dazu.
Wir haben es nie geschafft, eine bessere Version als die vom “Blutbilder”-Demo einzuspielen, deshalb kam diese dann auch (als “Blubi-Remix”, daher der Name) auf die “Schmerzträger”-CD.



Leider ist mir die SCHMERZTRÄGER CD abhanden gekommen.
Habe mir aber ” Ich Leide Mit Dir ” von last.fm heruntergeladen.
Rockt immer noch !!!
viele Grüße
Steffen
Hi Steffen! Die Schmerzträger-CD kann ich dir gerne mal auf den Server laden, ich maile dich dann an.
“Ich leide mit dir” ist einer der Songs, wo ich mich heute noch fasziniert frage, wo wir den damals hergeholt haben.
Hallo Dan, hallo Willy,
ich hab die CD leider auch nicht mehr… Allerdings würde ich mich auch mal über ein Wiedersehen riesig freuen!!!
Vlg ihr Zorngötter und meldet euch mal!!!