Sport ist für mich im Idealfall zu 50% eine Sache des Körpers und zu 50% des Geistes. Deshalb liebe ich zum Beispiel das Laufen, das hat für mich etwas sehr Meditatives. Und deshalb verachte ich z. B. Muskeltraining – es ist mir schlichtweg zu blöd.
Kampfkunst (nicht Kampfsport, das ist was Anderes) ist genau mein Ding. Das hat natürlich einen starken körperlichen Aspekt, man betätigt sich aber vor allem mit Köpfchen.
“Selbstverteidigung mit Köpfchen” – damit wirbt auch die Wing Tsung- und Escrima-Schule von Dai-Sifu Reimers, in der ich gestern ein sehr gutes Probetraining absolviert habe. Diesen Freitag teste ich dann noch mal die hiesige Schule der EWTO, in der ich bereits in den 90ern schon einmal Mitglied war.
Nach einigen Versuchen in den 90ern mit Judo, Karate, Kickboxen (Probetrainings) sowie Aikido (rund 1/2 Jahr) bin ich bereits im vorletzten Jahrzehnt mit der chinesischen waffenlosen Kampfkunst und dem philipinischen Stockkampf in Berührung gekommen und war sehr begeistert.
WT wie Escrima sind nämlich nicht nur intelligent und einfach sachön zu praktizieren, es sind vor allem ganz konkrete Wege der Selbstverteidigung. Also keine “Opern-Stile”, wo man in der Praxis 70% des Gelernten vergessen kann – hier ist keine Bewegung zu viel, kein Schnickschnack, keine ästhetischen Tanzbewegungen.
Hier sieht man Großmeister Kernspecht in einem sehr schönen Zusammenschnitt bei einigen Demonstrationen, wie man im WT beispielsweise mit Schubsern und Stößen umgeht.




