Jul 132010
 

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Ich halte mich selber seit frühester Jugend für einen Cineasten (meine Eltern haben mir von Kindesbeinen an einen Kinobesuch pro Monat spendiert, bis ich 17 war), gebe aber ungern so genannte “Filmtipps”. Da bin ich nicht der Richtige für.
 
Gute Freunde wie etwa Matthias (über das Wiedersehen am Wochenende habe ich mich sehr gefreut!), die kennen sich deutlich besser aus.
 
Verraten kann ich aber, dass ich mir nach dem sensationell gemachten G. I. Joe (übelste US-Cliché-Popkornkost) und dem sensationellen weil sehr emotional und trotzdem fast unterkühlten Invictus von Clint Eastwood nun “Der Totmacher” im iTunes Store ausgeliehen habe. Der ist nämlich wirklich packend. 
 
Es ist beeindruckend, wie Götz George im Grunde nur die Verhörprotokolle von Fritz Haarmann aus dem Jahre 1924 “wiedergibt”. Damals hatte die Polizei den Kaufmann und Massenmörder, der den Tod von 24 jungen Männer auf dem Gewissen hatte, verhört. Was rauskommt, ist schon eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle und eine schauspielerische Meisterleistung.
 
Wer also mal wieder einen wirklich hochwertigen Klassiker des deutschen Films entdecken will (und davon gibt´s ja zum Glück ziemlich viele), der kann diese 2,99 ruhig mal investieren. Finde ich. :)

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Feb 232010
 
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Der Film “The Boondock Saints” ist 1999 – wie The Matrix übrigens auch – leider ein wenig im Zuge anderer Blockbuster untergegangen und erst als DVD-Release richtig gross geworden. Bei diesem Film kam noch die stilistische Nähe zu den Werken von Tarantino dazu, was man Filmen ja auch gerne mal anlastet.

Dieser Film jedenfalls ist großartig – ich wäre sogar geneigt, das Unwort “Kultfilm” zu zücken, was selten passiert. Er ist mit dem herrlich schwul aufspielendem Willem Dafoe, Sean Patrick Flanerty (“Young Indiana Jones” und “Powder”) und Norman Reedus from “Blade II” fame optimal besetzt, hat einen tollen Erzählstil (wie gesagt: hallo Quentin) und einen schmackofatzigen Härtegrad.

Diese BD-DVD-Kombi mit drei Silberlingen enthält den Film in neuer HD-Abtastung auf BD, viele Extras, neue deutsche und englische Untertitel sowie auf DVD den Dokumentar-Feature-Film “Overnight” über die schwierige Entstehung dieses Filmes.
Jan 272010
 
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Superman Returns (2006 // DC Franchise)

“Lass uns gehen, das hier war ein Fehler.” – dieser elementare Satz des Films in einer der mit Abstand bescheuertsten, unlogischsten und widersinnigsten Szenen der Filmgeschichte steht für den ganzen Film. Er ist ein großer, großer Fehler. 

Und ein teurer noch dazu: Laut IMDB hat “Superman Returns” geschätzte 209.000.000 USD gekostet und seine Kosten gerade mal so eingespielt. Nimmt man Idioten wie mich noch mit rein, die sich diese Blödsinn auf BD gekauft haben, hat er sicher etwas Gewinn gemacht – für einen Streifen in dieser Liga ist das aber noch fast schlimmer als ein echter Flop.

Aber von Anfang an: Es ist inzwischen allgemein bekannt, dass dieser Film unter gigantischen Geburtswehen zur Welt kam. Und anders als bei anderen Filmen, wo diese Probleme ungeahnte Energien freigesetzt haben (Apocalypse Now! dürfte eines der bekanntesten Beispiele sein), haben sie hier ein Monster geschaffen – ein verkrüppeltes, schleimig-zähes und gähnend langweiliges Monster.

Die Story? Indiskutabel. Superman kommt vom dann doch zerstörten (ach was!) Krypton zurück, hat mit Lois Lane (ich hasse dich – ich liebe dich – ich hasse dich – ich…) inzwischen einen Sohn (VHS Grundkurs “Wir schreiben ein Drehbuch”, 2 Stunde) und Lex Luthor (zum fremdschämen, weil zu gut für diesen Film: Kevin Spacey) will alles kaputt machen.

Kein Witz, der sitzt. Selbstironie, die keine ist, weil sie so schrecklich WAHR ist. Effekte, die sicher so unglaublich teuer waren und dabei so unglaublich fantasielos und öde inszeniert sind. Dazu Schauspieler und Figuren, die (bis auf die schon erwähnte Ausnahme) hölzern durch den Film staksen wie Sam der Adler durch die Muppet Show. 

Dieser Film ist wirklich eine Kastastrophe und wird eigentlich nur getopt von… aber dazu kommen wir später. :)

Es gibt ja in Film und TV anscheinend so eine kleinen Wettbewerb zwischen den Regisseuren und Produzenten J. J. Abrams und Brian Singer Und ich bin mir ganz sicher: Hätte sich Abrams dieses Stoffes tatsächlich angenommen, wie es wohl irgendwann einmal geplant war – dieser Film wäre UM LÄNGEN besser. 

Wir werden es aber nie wirklich erfahren und können es anhand des wie ich finde fantastischen Star Trek von Abrams nur erahnen.

Meine Wertung: 5-